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Was hat Papa
da
schon
wieder
erzählt?
Nacherzählungen des
Sohns
eines
Physikers
Das
Elektron und die
Liebe
oder
das
verliebte
Elektron
Hallo ich bin Marcus
Electrus
ein
kleines
Elektron und
wohne in
einem
Wasserstoffatom.
Das
ist
sehr
luxuriös,
denn
ich
habe
das
ganze Atom
für
mich!
Diesen
Vorteil hat man
nur
wenn man in
einem
Wasserstoffatom
wohnt,
denn
meine
Kameraden in den
Sauerstoffatomen
müssen
sich den
Platz in
einem Atom
untereinander
aufteilen.
In meinem Atom
ist
außer
mir
nur
meine
vollschlanke
Mitbewohnerin Petra
Protona -
das Proton -
sie
wiegt
etwa 2000mal so
viel
wie
ich.
Auch
wenn die
andern
lästern,
ich
glaube
ich
habe
mich
schrecklich in
sie
verliebt.
Aber
da
gibt
es
ein Problem:
Normalerweise
würden
wir
uns
ja
anziehen und
meine
Umlaufbahn um
sie
würde
uns
strudelartig
zusammenführen,
aber
ich bin
zu
klein und bin
eigentlich
auch gar
kein
Teilchen,
wie die
meisten von
mir
denken, nein
ich bin so
klein,
dass man
meinen
genauen
Standpunkt gar
nicht
genau
bestimmen
kann.
Im
Prinzip
verhalte
ich
mich
eher
wie
eine
Welle, die man
irgendwann
auch
nicht
mehr
zusammenschieben
kann, und
zwar
dann,
wenn
nur
noch
eine
Schwingung
da
ist. Und so
bleibe
ich
immer auf
der
gleichen
Umlaufbahn in
der
Leere des Atoms und Petra und
ich
werden
uns
wohl
nie
näher
kommen,
sondern
immer
getrennte
Wege
gehen.
Ich
hatte
mich
schon
damit
abgefunden und
dachte,
das
würde
wohl
immer so
weitergehen. Petra war
einfach
nicht
für
mich
bestimmt.
Aber
neulich -
ich
hatte
eigentlich
schon
aufgegeben -
haben
wir
uns
kurz
getroffen,
denn
ich
rase
ja auf
meiner
Welle
durch
das
ganze Atom und war
ihr
plötzlich
sehr
nahe. Und
wo war
sie? Na
ja,
ich
hätte
es
wissen
müssen,
sie
möchte
immer
im
Mittelpunkt
stehen.
Wenn
sie
doch
nur
ein
bißchen
größer
wäre.
Trotz
ihres
Gewichts
ist
sie
nur so
groß
wie
ein
Stecknadelkopf auf
einem
Fußballfeld. Und so
ist die Chance auf
ein
Wiedersehen
mit Petra
deprimierend
klein!
Das
Leben
ist
nicht
leicht,
wer
kann
mich
verstehen?
Ede,
der
Gauner
mit
der
Tarnkappe
„Wanted“ solche
Plakate
finden
sich
seit
Neustem an
jeder
Ecke.
Eine
große
Überschrift und
darunter
ein
fies
dreinblickendes
Elektron:
Der
launische
Ede
Elektro
ist
aus
seiner
Atomzelle
entwischt und
befindet
sich auf
der
Flucht!
Er
ist von
seiner
Gangsterbraut Mona
Photona
befreit
worden.
Sie
hatte
ihn
unter
dramatischen
Umständen
aus
der
Zelle
gezerrt und die
Befreiung
mit
ihrem
Leben
bezahlt.
Weil auf den hinterhältigen
Ganoven
eine
gewaltige
Belohnung
ausgesetzt
ist,
beschließe
auch
ich, Marcus
Electrus,
mich auf die
Jagd
nach
ihm
zu
begeben.
Nach
einer
langatmigen
Recherche
finde
ich
heraus,
dass
er am
Doppelspalt
aufgekreuzt
ist.
Klasse,
denn am
Doppelspalt hat
sich
schon so
mancher
entflohene
Halunke
verraten! Am
Doppelspalt
gibt
es
eigentlich
nur
zwei
mögliche
Wege:
entweder man
nimmt den
rechten
oder den
linken.
Aber
der
gewitzte
Verbrecher
nimmt
manchmal
alle
beide!
Das
kann
er
natürlich
nur,
wenn
er seine
Wellentarnkappe
anhat und
seinen
Weg
geheim
hält.
Jetzt gilt
es
herauszufinden
für
welchen
Weg
sich
Ede
entschieden hat.
Vielleicht hat
er
etwas
hinterlassen,
oder
er
ist
angeleuchtet
worden und hat
das
Licht
umgelenkt.
Alles
Spuren
mit
denen
ich den
Gauner
ausfindig
machen
könnte.
Wenn
er
nicht
aufpaßt und
Spuren
hinterläßt,
wird seine
Tarnkappe
entzaubert.
Als
Ede
Elektro
das
letzte Mal
aber am
Doppelspalt
aufkreuzte,
hinterließ
er
keine
Spuren.
Diesmal
werde
ich
ihn
aber
schnappen,
denn
wenn
er
wieder seine
Wellentarnung
überstreift
gibt
es
Stellen hinter
dem
Doppelspalt, an
denen
er
nicht
auftauchen
darf.
Wenn
er
aber
doch
da
auftaucht hat
er
sich
schon am
Doppelspalt
verraten und
ich
schlage
zu!
Warum
er an
diesen
Stellen
nicht
auftauchen
darf?
Ganz
einfach:
Wenn
er seine
Wellentarnung auf hat,
dann
besteht
er
aus
zwei
Wellen,
eine
kommt
vom
linken und
eine
vom
rechten
Spalt. In
einer
bestimmten
Richtung
können
sich
beide
auslöschen.
Das
passiert
dort,
wo
ein
Wellenberg von links auf
ein
Wellental von
rechts
trifft. Und
da,
wo die
Welle
verschwindet,
kann
auch
das
Elektron
nicht
auftauchen,
weil
es
immer
nur
da
erscheint,
wo die
Welle
hoch
oder
tief
ist.
Wenn
er
sich
aber am
Doppelspalt
verraten hat und
eine Spur auf den
linken
Spalt
hindeutet,
dann
fehlt die
zweite
rechte
Welle.
Deshalb
können
sie
sich die
beiden
auch
nicht
auslöschen und
er
kann
plötzlich
da
auftauchen
wo
es
ihm seine
beiden
Wellen verboten
hätten.
Mann, ist
das
kompliziert!
Bis
ich
das
kapiert
habe,
ist
Ede
schon
längst
über
alle Berge und in
einem
Metall
zwischen
unzähligen
anderen
Elektronen
untergetaucht.
Hätte Mona
Photona
doch
bloß die Finger von
ihm
gelassen.
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